Erwärmung der Badtemperatur in einem Ultraschallreiniger

In SONOREX Ultraschallbädern mit eingebauter Heizung (Typ H) kann die Badflüssigkeit unabhängig vom Ultraschall vorgeheizt werden. Das erhöht besonders beim Entfernen von Fetten, Ölen und Polierresten die Reinigungswirkung und verkürzt die nachfolgende Ultraschall-Reinigungszeit. Beim Vorheizen der Badflüssigkeit muss diese mindestens alle 30 min kurz umgerührt oder für 5 min Ultraschall zugeschaltet werden, um einen eventuellen Siedeverzug zu verhindern.

Siedeverzug

Unter Siedeverzug wird die plötzliche und unter Umständen
explosionsartige Ausdehnung einer über ihren Siedepunkt erhitzten Flüssigkeitsmenge verstanden. Dadurch besteht Verbrühungsgefahr! Der Siedeverzug kann im Haushaltsbereich, z. B. beim Erwärmen einer Flüssigkeit in der Mikrowelle, im Labor beim Erwärmen von Laborgläsern und auch beim Betreiben von beheizten  Ultraschallbädern vorkommen: Eine bestimmte Menge meist staub- und gasfreier Flüssigkeit wird sehr schnell (z. B. Mikrowelle) oder langsam und ruhig in einem reinen (sauberen) Behältnis (Reagenzglas, Edelstahlwanne)
über ihren Siedepunkt erhitzt, ohne dass es zum Sieden kommt. Die kleinste energetische Anregung durch einen Stoß, Abheben eines Deckels oder Ultraschall-Kavitation reicht dann aus, um das schlagartige Sieden mit explosionsartiger Ausdehnung der gesamten Flüssigkeitsmenge auszulösen! Für das Einsetzen des Siedens einer Flüssigkeit bei der Siedetemperatur ist das Vorhandensein bestimmter „Keime“ (z. B. Staub- oder Gaspartikel) nötig, die das Bilden kleinster Dampf-Siedebläschen erleichtern. Im Normalfall wird beim Erhitzen einer Flüssigkeit bis zum Siedepunkt die Bildung von Dampf-Siedebläschen ausgelöst – verursacht durch gelöste Staub- und Gaspartikel und die Oberflächenrauhigkeit der verwendeten Wannen.

Zum Verhindern des Siedeverzugs ist die Flüssigkeit mehrmals in bestimmten Zeitabständen umzurühren oder gleichzeitig Ultraschall einzuschalten.
In den Gebrauchsanweisungen von SONOREX-Ultraschallbädern wird darauf hingewiesen. Die Heizung ist bei SONOREX Ultraschallbädern thermostatisch von 30 – 80 °C regelbar, sie schaltet sich nach Erreichen der
eingestellten Temperatur ab. Das Gerät RK 31 H hat eine auf 65 °C fest eingestellte Heiztemperatur.
Grundsätzlich ist die Temperatur der Badflüssigkeit inhomogen und kann an verschiedenen Mess punkten um bis zu 10 °C abweichen. Hinzu kommen noch Verfälschungen des Temperaturwertes durch Schalt hysterese, Einstellgenauigkeit und Parallaxenfehler an der Temperaturskala des Frontschildes. Werden genauere Werte gefordert, so sind diese durch Messungen direkt im Ultraschallbad zu er mitteln. Die hohe Ultraschall-Leistung der SONOREX Ultraschallreiniger erwärmt die Badflüssigkeit auch ohne Heizung. Über die am Wannenboden angebrachten Ultraschall-Wandler wird die Schwingungs-Energie in die Flüssigkeit übertragen und dabei
zu einem nicht unerheblichen Teil in Wärmeenergie umgewandelt. Im Ultraschall-Betrieb kann daher die Temperatur der Badflüssigkeit auch ohne Heizung stark ansteigen und im Extremfall den Siedepunkt erreichen.
Mit aufgelegtem Deckel wird die Erwärmung beschleunigt und ein Verdunsten der Flüssigkeit weitestgehend vermieden.