Reinigung in einem Ultraschallreiniger

Zur Übertragung der Ultraschallenergie auf die Reinigungsflüssigkeit werden die Schwinger bei kleinen Behältnissen/Geräten meist an den Boden der sogenannten Schwingwanne angebracht. Bei größeren Behandlungsbecken werden dicht gekapselte Tauchschwinger oder Schwingplatten, bestückt mit einer Vielzahl von Schwingern, in die Wanne eingebracht, um möglichst große
schallabstrahlende Flächen zu erzielen. 

Die bestückte Schwingwanne selbst ist auch der Kavitationswirkung ausgesetzt, wodurch allmählich auch der Wannenboden angegriffen wird. Dieser Effekt ist auch von Schiffsschrauben oder Turbinenschaufeln bekannt, bei denen die Kavitation auch zu einem langsamen Abtragen der metallischen Oberfläche führt.
Eine wichtige Rolle bei der Ultraschall-Reinigung kommt der Flüssigkeit, also dem Reinigungsmedium selbst zu. Durch Ultraschall wird die chemische Wirkung der Reinigungsflüssigkeit in jedem Fall verstärkt. Des Weiteren überträgt sie die Ultraschall-Energie auf das Reinigungsgut, darf die Kavitation nicht beeinträchtigen, soll die Verschmutzungen anlösen und muss auch noch umweltfreundlich
entsorgbar sein. Reinigungswanne und Reinigungsgut dürfen nicht angegriffen werden. Brennbare Flüssigkeiten dürfen in Ultraschallbädern aufgrund der im Reinigungsprozess auftretenden Erwärmung nicht eingesetzt werden.

Je nach Art der Verschmutzung werden Ultraschall-Reinigungsmittel mit saurem, neutralem oder alkalischem pH-Wert angeboten. Für die Anwendung in der Medizin gibt es Präparate, die gleichzeitig desinfizieren und reinigen. 

Der Reinigungseffekt ist im Allgemeinen um so besser, je höher die Badtemperatur ist. Die Flüssigkeit ist stärker entgast, enthält weniger Luftbläschen und Kavitation, tritt vorwiegend an den Schmutzpartikeln selbst auf, also da, wo sie wirken soll. Am besten reinigt man bei Temperaturen um 50 °C. Dies gilt nicht bei der Reinigung und Desinfektion medizinischer Instrumente, da eine Erwärmung der Badflüssigkeit hier zur Eiweißkoagulation, bzw. Verkrustung von Blut und Geweberesten führt. Oberhalb von 70 °C nimmt die Kavitationsbildung ab.

Die Ultraschall-Reinigung wird in vielen Bereichen eingesetzt. Dazu gehört sowohl die Reinigung von Maschinenteilen und Fertigungsteilen in der Industrie, als auch die Aufbereitung von medizinischen Instrumenten in Kliniken und Arztpraxen. Einer der größten Vorteile der Ultraschallreinigung gegenüber anderen Verfahren wie Bürsten, Strahlen, Absprühen etc. ist die hohe Intensität der Reinigungswirkung bei gleichzeitiger Schonung des Reinigungsgutes. Die feinsten Kaviationsblasen können Ihre mechanische Reinigungswirkung auch an schwer zugänglichen Stellen sehr effektiv entfalten und ermöglichen somit zuvor unerreichte Reinigungsergebnisse. Dies ist beispielsweise bei Motorenteilen wie Vergasern zu beobachten, die mittels einer Ultraschallreinigung von Ablagerungen in den Düsen befreit werden. Neben deutlich verbesserten Reinigungsergebnissen ermöglicht die Ultraschall-Reinigung auch eine deutliche Zeitersparnis gegenüber einer manuellen Teile-Reinigung.

Für die Anwendung der Ultraschall-Reinigung in den Bereichen Medizin, Labor und Industrie bieten wir Ultraschallreiniger in den verschiedensten Größen an.

Ultraschallbad mit Reinigungsgut

 

Reinigungsobjekte werden mit einem Korb im Ultraschallbad platziert.