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Diskusmesser, Sägeblätter und Fräs- und Hobelköpfe mit Ultraschall reinigen für maximale Standzeiten

In der industriellen Zerspanung und Werkzeugaufbereitung bestimmen die Sauberkeit und Integrität der Schneidkanten maßgeblich die Fertigungspräzision und die Standzeit der Werkzeuge. Hochleistungs-Präzisionswerkzeuge wie Diskusmesser, Sägeblätter und komplexe Fräs- und Hobelköpfe sind während des Einsatzes hohen thermischen und mechanischen Belastungen sowie einer kontinuierlichen Beaufschlagung durch Kühlschmierstoffe und Harze ausgesetzt.

Um diese massiven Verunreinigungen zu beseitigen, stoßen klassische mechanische Verfahren schnell an ihre Grenzen und gefährden die filigrane Geometrie der Werkzeuge. Wenn Sie Diskusmesser, Sägeblätter und Fräs- und Hobelköpfe mit Ultraschall reinigen, setzen Sie stattdessen auf ein hochpräzises physikalisches Verfahren. Die berührungslose Kavitationswirkung durchdringt selbst kleinste Spalten und Plattensitze, um hartnäckige Verkokungen, Polymerrückstände sowie festsitzenden Metallabrieb vollständig und materialschonend zu lösen.

Empfindliche Schneidkanten und teure Beschichtungen sicher schonen

In der Lohnfertigung zählt bei teuren Zerspanungswerkzeugen jede Minute Standzeit. Wenn Werker verkrustete Fräser oder Sägeblätter klassisch mit harten Bürsten oder Schabern reinigen, ist die Gefahr groß, dass die empfindliche Schneidkante mikrofein ausbricht. Das Werkzeug wird stumpf, noch bevor es überhaupt wieder in der Maschinenspindel steckt. Die Ultraschallreinigung löst diese Herausforderung komplett berührungslos. Im Reinigungsbad erzeugen hochfrequente Schallwellen Millionen winziger Vakuumbläschen, die direkt an der Verschmutzung implodieren. Diese sogenannte Kavitation sprengt hartnäckige Rückstände einfach ab, lässt den massiven Grundstahl des Werkzeugs aber völlig unangetastet.

Ein großes Thema in vielen Betrieben ist zudem die Sorge um teure Werkzeugbeschichtungen wie Titannitrid (TiN) oder diamantähnliche Kohlenstoffschichten (DLC). Beim Einsatz von Ultraschall ist diese Sorge jedoch unbegründet. Diese Schichten sind im Herstellungsprozess extrem fest mit dem Werkzeugstahl verbunden worden. Die physikalische Kraft der Kavitationsbläschen im BANDELIN SONOREX-Hochleistungsbad ist zwar stark genug, um festgebackene Späne und Harze zuverlässig zu lösen, reicht aber bei Weitem nicht aus, um eine intakte Beschichtung anzugreifen. Die teure Veredelung bleibt voll erhalten.

Sicherheit für Lötverbindungen an Kreissägeblättern und Verbundwerkzeugen

Bei der Aufbereitung von bestückten Kreissägeblättern ist die chemische und physikalische Beständigkeit der Lötverbindungen zwischen dem Stammblatt und den Hartmetallzähnen ein kritischer Sicherheitsfaktor. Entgegen häufiger Annahmen stellt die Ultraschallfrequenz selbst keine Gefährdung für die strukturelle Stabilität dieser Verbindungen dar.

Die Sicherheit des Prozesses wird primär über die Wahl der Reinigungschemie gesteuert. Während stark alkalische Reiniger bei unsachgemäßer Anwendung Lote angreifen könnten, garantiert der Einsatz speziell abgestimmter Präparate eine materialschonende Ablösung von Harzen und Brennrückständen. Durch die exakte Steuerung der Badtemperatur und der Konzentration werden chemische Diffusionsprozesse an den Lotfugen vermieden, was die Betriebssicherheit der Sägeblätter im anschließenden Hochgeschwindigkeitseinsatz gewährleistet.

Vorher

Nachher

Ultraschallreinigung

Exakter Sitz von Wendeschneidplatten für perfekte Fräsbilder

Ein entscheidender Vorteil der Ultraschalltechnologie zeigt sich bei der Wartung von Fräswerkzeugen mit Wendeschneidplatten. Wenn der Plattensitz durch eingetrocknete Kühlschmierstoffe oder mikrofeinen Spanbruch verunreinigt ist, liegt die neu eingewechselte Platte nicht mehr hundertprozentig plan auf. Die Folge: Diese spezifische Schneidkante ragt minimal weiter heraus als die restlichen Schneiden des Fräsers. Sie leistet beim Bearbeiten die Hauptarbeit, verschleißt deutlich schneller und bringt Mikrovibrationen in den Prozess. Am Werkstück zeigt sich das sofort durch unschöne Rattermarken und eine schlechte Oberflächengüte.

Die Kavitation im Ultraschallbad löst dieses Problem an der Wurzel. Sie reinigt selbst die schärfsten Innenecken und die Gewindebohrungen der Plattensitze absolut rückstandsfrei von Emulsionsresten und Mikrospänen – und das ohne mechanisches Kratzen, das den Sitz beschädigen könnte. So liegen die neuen Wendeschneidplatten wieder formschlüssig und plan an. Das sichert einen exakten, gleichmäßigen Schneideneingriff aller Platten, maximiert deren Standzeit und garantiert konstant hochwertige Oberflächen am Werkstück.

Fräskörper aus Aluminium vor dem Anätzen schützen

Um das Gewicht an der Maschinenspindel zu reduzieren, bestehen viele große Fräskörper oder Messeraufnahmen heute aus hochfestem Aluminium. Bei der Reinigung dieser Werkzeuge passiert im Alltag oft ein teurer Fehler: Werden sie in ein zu scharfes, alkalisches Reinigungsbad gelegt, das eigentlich für reine Stahlkomponenten gedacht ist, greift die Chemie das Aluminium an. Das Metall wird gebeizt. Gerade bei siliziumhaltigem Aluminium entsteht dann schnell eine schwarze, schmierige Schicht, die das teure Werkzeug unansehnlich macht und mühsam wieder abgewischt werden muss.

Damit die verklebten Stahlschneiden sauber werden, das Aluminium des Trägerkörpers aber unversehrt bleibt, kommt es auf den richtigen Reiniger an. Durch den Einsatz eines materialverträglichen Präparats wie TICKOPUR R 33 im BANDELIN Ultraschallbad reinigen Sie auch diese Verbundwerkzeuge absolut sicher. Stahl und Aluminium können so im selben Arbeitsgang aufbereitet werden, ohne dass das weiche Leichtmetall anläuft oder Schaden nimmt.

Beispielanwendung im Video

Zur Durchführung einer optimalen US-Reinigung haben wir Ihnen eine Übersicht von Beispielreinigungen zusammen gestellt.

Nachbehandlung für einen nachhaltigen Korrosionsschutz

Zerspanungswerkzeuge bestehen häufig aus korrosionsempfindlichen Werkzeugstählen. Nach der Ultraschallreinigung ist die Metalloberfläche frei von schützenden Ölfilmen. Zwar enthält das BANDELIN Reinigungspräparat TICKOPUR R 33 temporäre Korrosionsschutzadditive, jedoch sind diese wasserlöslich und für eine langfristige Einlagerung im Werkzeugmagazin nicht ausreichend.

Für eine fachgerechte Konservierung zur Einlagerung müssen die Werkzeuge nach dem Klarspülen vollständig getrocknet werden. Werden die Fräser oder Sägeblätter unmittelbar nach der Reinigung wieder in die Maschine eingesetzt, übernimmt der erneute Kontakt mit der Kühlschmiermittelemulsion den Korrosionsschutz. Für die Lagerung ist jedoch eine zusätzliche Konservierung mit geeigneten Korrosionsschutzölen oder -wachsen unbedingt erforderlich, um die im Ultraschallbad erzielte Oberflächenqualität bis zum nächsten Einsatz zu bewahren.

Die prozesssichere Reinigung Ihrer Zerspanungswerkzeuge erfordert eine exakte Abstimmung von Ultraschallleistung, Chemie und Temperatur. Unsere Anwendungsspezialisten unterstützen Sie gerne bei der Auswahl der optimalen BANDELIN Systemkomponenten für Ihre spezifischen Werkzeuggeometrien und Verschmutzungsgrade.

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FAQ zur industriellen Reinigung von Schneidwerkzeugen

Nein, denn die Ultraschallwellen greifen die mikroskopische Geometrie der Schneidkante nicht an. Um jedoch mechanische Beschädigungen durch Kontakt mit dem Edelstahlkorb zu vermeiden, sollten Diskusmesser auf Silikonnoppenmatten gelagert werden. Dies verhindert, dass die scharfen Kanten während der Vibrationen gegen hartes Metall schlagen.
Ultraschallbäder sind hervorragend für die Abreinigung von Emulsionen und Schneidölen geeignet. Eine Vorreinigung ist in der Regel nicht erforderlich. Die Kavitationswirkung emulgiert die Öle in der Reinigungsflüssigkeit, wobei die Standzeit des Bades durch den Einsatz von Ölabscheidern an den Geräten deutlich verlängert werden kann.
Eine Überdosierung über die empfohlene Konzentration hinaus (meist 3 bis 5 %) bietet keinen linearen Zeitvorteil. Ab einer gewissen Sättigung der Flüssigkeit wird die Kavitationsbildung sogar gedämpft, da die Viskosität der Lösung zu stark ansteigt. Eine exakte Dosierung gemäß unserer Herstellerangaben ist daher sowohl technisch als auch wirtschaftlich der optimale Weg.
Es muss ein materialverträglicher Reiniger verwendet werden, der für Buntmetalle und Aluminium freigegeben ist. Aggressive, stark alkalische Reiniger können Aluminiumoberflächen angreifen und unschöne Verfärbungen verursachen. Die Kombination aus SONOREX-Technik und TICKOPUR R 33 bietet hier die nötige Sicherheit.

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